Ausschreibung: EMSR-Technik allgemein
Emschergenossenschaft
Kurzbeschreibung(Ready Tender generiert)
Erneuerung der EMSR-Technik für den Austausch von sechs Flotationsanlagen durch fünf Bandeindicker und drei pFM-Anlagen auf der Kläranlage Bottrop, um die Überschussschlammeindickung zu optimieren. Dazu gehören Demontage und Rückbau bestehender Schaltschränke, Verkabelung und Kabeltrassen sowie Nachrüstung neuer Unterverteilungen, Verkabelung zu Antrieben und Messstellen für Bandeindicker, pFM-Anlagen, Drehkolbenpumpen und weitere Verfahrensbereiche wie Pumpwerke und Schieberkreuze. Softwarepflege der Bestands-SPS (S7-Programm) und provisorische Kabelverlängerungen sorgen für betriebssicheren Umbau in Phasen.
Details zur Ausschreibung(Ready Tender generiert)
In dieser Vergabeeinheit (VE 10) der öffentlichen Ausschreibung für das Projekt „Erneuerung der maschinellen Überschussschlammeindickung (MÜSE)“ auf der Kläranlage Bottrop wird die EMSR-Technik allgemein ausgeschrieben. Das Projekt umfasst den Austausch der bestehenden Flotationsanlagen 1-6 gegen ein neues System mit fünf Bandeindickern und zugehöriger Peripherie, um die Effizienz der Überschussschlammeindickung nach 25-jährigem Betrieb zu steigern. Die Maßnahmen erfolgen im laufenden Anlagenbetrieb in zwei Umbauphasen mit vier Bauabschnitten (1a, 1b, 2 und 3), wobei die EMSR-Arbeiten koordiniert mit dem Rückbau der Flotationseinheiten und der Montage der neuen Ausrüstung ablaufen. Berücksichtigt werden EMSR-Komponenten, die vom Ausrüster der Bandeindicker und pFM-Anlagen mitgeliefert werden, wie Schaltschränke, Unterverteilungen und Verkabelung zu Antrieben sowie Messstellen.
Der Umbau der EMSR-Technik erfolgt parallel zum Rückbau der Flotationseinheiten, wobei vor der Demontage der Maschinentechnik die EMSR-Technik – insbesondere Kabel – zurückgebaut werden muss. Erforderliche Bestandskabel werden verlängert und provisorisch verlegt, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. In Bauabschnitt 1a umfassen die Demontagen die EMSR-Technik der Flotation 1 und 2, einschließlich Abklemmen und Zurückziehen aller Kabel bis zur Niederspannungshauptverteilung (NSHV) oder MSR-Ebene, begleitet von Softwarepflege der Bestands-SPS (kommentiertes S7-Programm steht zur Verfügung) zur Auflösung von Verriegelungen und Störmeldungen. Provisorische Verlängerungen und Umverlegungen in Bodennähe (geschützt) sowie der Rückbau von Kabeltrassen sind erforderlich. Zwischenzeitlich wird ein Provisorium für die E/A-Ebene errichtet, um die Flotation 36 von vier auf zwei Schaltfelder zu verdichten und Platz für neue EMSR-Schaltschränke zu schaffen, durch Umrangierung der verbleibenden E/A-Felder (+75EN12BS03 nach 04 und +75EN12BS05 nach 06), was die Demontage von zwei Schaltfeldern (BS04 und BS05) ermöglicht.
Der zentrale Überschussschlammabzug aus den Nachklärbecken 1–3 wird künftig an einem Standort im Leitungsgang zwischen Belebungs- und Nachklärbecken realisiert, mit zwei Drehkolbenpumpen als Betriebspumpen und einer Standby-Pumpe. Die Abgänge mit Frequenzumrichtern sind in der Verteilung A75 nachzurüsten. Die neuen Bandeindicker 1–5 und pFM-Anlagen 1–3 (einschließlich Provisorium im Container neben der Flotationshalle) erhalten jeweils eigene, vom Ausrüster gelieferte Unterverteilungen mit Steuerung, inklusive Verkabelung zu Antrieben und Messstellen. Die Aufstellung erfolgt in der Maschinenhalle Flotation bzw. im Maschinenraum. Weitere Verfahrensbereiche wie ÜSS-Pumpwerk, Vorlagebehälter 1+2, Filtratpumpwerk, Schmutzwasserpumpwerk, pFM-Abfüllanlage und Tanks, Regenwasserpumpwerk, Pneumatikanlage, Ansetzwasserversorgung sowie Schieberkreuz Dickschlamm-Rohrleitungen werden mit nachzurüstenden Leistungs-Abgängen in der vorhandenen Niederspannungshauptverteilung (Einschubverteiler AEG SEV, Bereiche A75-1 bis A75-4) ausgestattet, aufgeteilt nach Antriebs- und Messstellenlisten.
In Bauabschnitt 1b und 2 erfolgen weitere Demontagen, darunter vorhandene FU-Schränke der Flotation, Verkabelung für Flotationsantriebe und Messstellen sowie Kabeltrassen. Nach Inbetriebnahme der Bandeindicker 1–4 gehen Flotationseinheiten 3–6 außer Betrieb, mit Demontage der EMSR-Technik bis zur Schaltanlage und Abbau des Provisoriums aus Phase 1b. Während der Montage von Bandeindicker 5 werden nicht mehr benötigte Schaltschränke ausgeräumt oder abgebaut, inklusive EMSR-Ausrüstung und Montage für Bandeindicker 5 sowie pFM-Anlagen 1–3 bis zur Inbetriebnahme. Der Standort umfasst das ÜSS-Abzugspumpwerk, die Flotationshalle mit Schaltanlagenräumen und das Schieberkreuz für Dickschlammanbindung auf dem Gelände der Kläranlage. Die Ausschreibung richtet sich als offenes EU-weites Verfahren auf Bauleistungen (CPV: 45252130 – Ausrüstung für Kläranlage) und zielt auf eine schrittweise, betriebssichere Erneuerung ab, ohne Erdaushub oder kampfmittelrelevante Arbeiten.
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