Ausschreibung: FKZ 3725 NK 802 0 - Umsetzung eines messnetzübergreifenden Data Hub Boden
Umweltbundesamt, Referat Z 1.5
Kurzbeschreibung(Ready Tender generiert)
Entwicklung und Umsetzung der webbasierten, modularen Plattform Data Hub Boden (DHB) als zentrale Anlaufstelle für bodenbezogene Daten und Metadaten in Deutschland, die dezentrale Quellen via APIs verknüpft und Nachnutzung durch standardisierte Beschreibungen erleichtert. Die Plattform bietet Metadaten-Übersichten, Visualisierungsoptionen, Zusammenarbeitsfunktionen und Werkzeuge für Qualitätssicherung sowie methodische Vergleichbarkeit im Nationalen Bodenmonitoringzentrum, integrierend Daten aus Programmen wie Basiserhebung Bodenbiodiversität, Bodendauerbeobachtungsflächen und Bodenzustandserhebungen. Technisch umfasst sie eine intuitive, zweisprachige (Deutsch/Englisch) Nutzeroberfläche mit PostgreSQL-Datenbank, Open-Source-Komponenten und Einhaltung von Datenschutz-, Barrierefreiheits- (BITV 2.0) sowie IT-Sicherheitsstandards.
Details zur Ausschreibung(Ready Tender generiert)
Die öffentliche Ausschreibung bezieht sich auf die Entwicklung und Umsetzung einer webbasierten, modular aufgebauten Plattform namens Data Hub Boden (DHB), die als zentrale Anlaufstelle für bodenbezogene Daten und Metadaten in Deutschland dienen soll. Aufbauend auf den Ergebnissen der Konzeptionsphase soll die Plattform den Zugang zu dezentral vorgehaltenen Bodendaten erleichtern, eine strukturierte Übersicht über vorhandene Datenbestände, ihre methodischen Grundlagen und Nutzungsmöglichkeiten bieten und die bessere Auffindbarkeit fördern. Der DHB agiert als technische und fachliche Plattform, die bestehende Datenangebote verknüpft, standardisiert beschreibt und die Nachnutzung strukturell erleichtert. Er ist als passives Metadaten- und Informationssystem konzipiert, bei dem primäre Messdaten auf den Servern der datenhaltenden Institutionen verbleiben, aber über Schnittstellen wie APIs zentral im DHB angezeigt und nutzbar gemacht werden. Die Freigabe der Daten erfolgt gemäß den geltenden Programmen oder ergänzenden Vereinbarungen.
Der DHB soll zudem Funktionen zur institutionsübergreifenden Zusammenarbeit bereitstellen, einschließlich nutzerspezifischer Ansichten, standardisierter Austauschformate und eines kooperativen Bearbeitungsmoduls. Im Kontext des Nationalen Bodenmonitoringzentrums, das vielfältige Bodendatenaktivitäten bündelt, adressiert die Plattform identifizierte Herausforderungen wie die Heterogenität von Ablageformaten und Erhebungsmethoden, unklare Zuständigkeiten, fehlende Metadatenstandards und Datenschutzbedenken. Basierend auf entwickelten User Stories unterstützt der DHB einen zentralen Zugangspunkt zu Daten und Metadaten sowie Werkzeuge für Qualitätssicherung, Visualisierung und methodische Vergleichbarkeit, insbesondere für langfristiges Bodenmonitoring. Geeignete Programme umfassen die Basiserhebung Bodenbiodiversität, Bodendauerbeobachtungsflächen (BDF) sowie Bodenzustandserhebungen in Landwirtschaft und Wald, mit Metadaten zu Laufzeit, Messintervallen, Parametern, Methodiken und Messdatenbeschreibungen. Eingebunden werden Daten zu Bodenchemie, Bodenphysik und Bodenbiologie, priorisiert nach inhaltlichen und technischen Kriterien, inklusive Pilotdaten für die Entwicklung.
Technisch muss die Anwendung eine intuitive Nutzeroberfläche mit such- und filterbaren Metadatenstrukturen, Visualisierungsoptionen und flexibler Rechteverwaltung bieten, um verschiedene Nutzergruppen bei Recherche, methodischer Vergleichbarkeit und Weiterverarbeitung zu unterstützen. Die Entwicklung erfolgt unter Berücksichtigung nationaler und internationaler Infrastrukturen sowie Anforderungen an Datenschutz, Barrierefreiheit (gemäß BITV 2.0 und BGG) und IT-Sicherheit im Umweltinformationskontext. Es sind Open-Source-Komponenten und -Bibliotheken zu verwenden, vorzugsweise PostgreSQL als Datenbankmanagementsystem im zweisprachigen Betrieb (Deutsch und Englisch). Relevante Leitfäden wie die Architekturrichtlinie für die IT des Bundes, IT-Grundschutz-Bausteine und spezifische UBA-Richtlinien für Webseiten und sichere Web-Anwendungen müssen eingehalten werden. Im Rahmen der Datenakquise und -Integration (Arbeitspaket 5) erfolgt die frühzeitige Einbindung relevanter Datenquellen, inklusive Abstimmung zu Lizenzierung, Datenqualität und Pflege, mit Fokus auf digitale Plattformen, Tabellenformate oder ggf. Digitalisierung analoger Daten.
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